HEAD Skihelme mit Visier

HEAD gehört zu den bekannten Marken im alpinen Skisport und bietet neben Ski, Skischuhen und Bindungen auch eine umfangreiche Auswahl an Skihelmen und Skibrillen an.

Bei den Skihelmen mit Visier reicht das aktuelle Sortiment von vergleichsweise einfachen Modellen bis zu Helmen mit 5K-Scheibentechnologie, photochromatischen Visieren, MIPS, BOA Fit System und wechselbaren Scheiben. Besonders bekannt sind die Modellfamilien RADAR und RACHEL sowie die neuere CINEMA-Reihe.

Über HEAD

Die Geschichte von HEAD begann Ende der 1940er-Jahre mit dem amerikanischen Ingenieur Howard Head, der einen leichteren und leistungsfähigeren Ski aus Metall und Verbundmaterialien entwickeln wollte.

1950 gründete er die HEAD Ski Company. Die Marke entwickelte sich anschließend von einem Skihersteller zu einem internationalen Sportartikelunternehmen und ist heute neben dem Wintersport unter anderem im Tennis, Padel und weiteren Schlägersportarten aktiv.

Im Wintersport gehören Ski, Skischuhe, Bindungen, Helme, Skibrillen und verschiedene Protektoren zum Sortiment.

HEAD Skihelme mit Visier im Überblick

HEAD bietet derzeit mehrere Visierhelm-Familien und Ausstattungsvarianten an:

ModellBesonderheiten
HEAD RADAR 5K PHOTO MIPS5K, photochromatisches Visier, MIPS, BOA, Fidlock
HEAD RADAR 5K MIPS5K-Visier, MIPS, BOA
HEAD RADAR PHOTOphotochromatisches Visier, BOA, Fidlock
HEAD RADAR 5Kkontrastverstärkende 5K-Scheibe
HEAD RACHEL 5K5K-Visier, auf die RACHEL-Passform abgestimmt
HEAD RACHELintegriertes Visier, verschiedene Ersatzvisiere erhältlich
HEAD CINEMA PHOTOphotochromatisches Visier, Easyclick-Wechselsystem
HEAD CINEMA PROfreihängende Visierkonstruktion, Easyclick
HEAD CINEMA WDamenvariante der CINEMA-Reihe
HEAD YUKI VISORVisierhelm für Kinder

Je nach Markt und Saison bietet HEAD außerdem weitere Modelle wie KNIGHT und QUEEN sowie Sondereditionen an.

Die technischen Details der einzelnen Helme behandeln wir auf separaten Modellseiten.

5K Lens Technology

Eine der wichtigsten HEAD-Technologien im aktuellen Visierhelm-Sortiment ist 5K.

Die 5K-Scheibentechnologie ist darauf ausgelegt, bestimmte Wellenlängen des sichtbaren Lichts gezielt zu filtern. Dadurch sollen Kontraste und Farbbrillanz verstärkt werden.

Gerade auf Schnee kann eine höhere Kontrastwahrnehmung hilfreich sein, um Konturen, Unebenheiten und Veränderungen der Pistenoberfläche besser zu erkennen.

5K kommt sowohl bei Skibrillen als auch bei verschiedenen Visierhelmen von HEAD zum Einsatz.

5K PHOTO und photochromatische Visiere

Bei ausgewählten Modellen kombiniert HEAD die kontrastverstärkende 5K-Technologie mit einer photochromatischen Scheibe.

Ein Beispiel ist der RADAR 5K PHOTO MIPS. Sein Visier kann seine Tönung abhängig von den Lichtverhältnissen zwischen den Kategorien S1 und S3 verändern.

Bei starker Sonneneinstrahlung wird die Scheibe dunkler, bei bewölktem Himmel oder schlechteren Lichtverhältnissen heller.

Eine photochromatische Scheibe kann deshalb vor allem für Skifahrer interessant sein, die während eines Skitages häufig wechselnden Wetterbedingungen ausgesetzt sind.

RADAR und RACHEL: vollständig integriertes Visier

Die Modellreihen RADAR und RACHEL gehören seit mehreren Jahren zu den wichtigsten HEAD-Visierhelmen.

Bei diesen Helmen ist das Visier vollständig in die Konstruktion integriert. HEAD verwendet eine Doppelscheibe, die ein möglichst breites Sichtfeld bieten und gleichzeitig vor Wind und Schnee schützen soll.

Das Visier liegt beim Herunterklappen relativ nah am Gesicht an und passt sich durch seine Konstruktion an unterschiedliche Gesichtsformen an.

RADAR und RACHEL verwenden außerdem dasselbe grundlegende Visierdesign. Dadurch sind viele Ersatzvisiere innerhalb der beiden Modellfamilien miteinander kompatibel.

CINEMA: freihängende Visierkonstruktion

Mit der CINEMA-Reihe verfolgt HEAD ein anderes Konzept.

Das Visier ist hier nicht vollständig in die Helmschale integriert, sondern als freihängende Konstruktion ausgeführt. Es kann mit einer Hand bewegt werden und schließt über eine flexible Dichtung am Gesicht ab.

Integrierte Luftkanäle leiten Luft vom Visier in das Belüftungssystem des Helms. Dadurch soll die Luftzirkulation verbessert und das Beschlagen der Scheibe reduziert werden.

Die CINEMA-Modelle verfügen außerdem über das Easyclick Lens Exchange System, mit dem sich das Visier seitlich lösen und austauschen lässt.

Photochromatisches Visier beim CINEMA PHOTO

Beim CINEMA PHOTO kombiniert HEAD die freihängende Visierkonstruktion mit einer selbsttönenden Scheibe.

Das Visier passt seine Tönung automatisch an die Lichtverhältnisse an und kann bei Bedarf über das Easyclick-System ausgetauscht werden.

Damit richtet sich das Modell insbesondere an Skifahrer, die ein flexibles Visierkonzept mit automatischer Tönung suchen.

Sphere Fit und BOA Fit System

Bei mehreren höher ausgestatteten HEAD-Visierhelmen kommt das Sphere Fit System zum Einsatz.

Dabei wird der Kopf von einer freihängenden Innenkonstruktion ähnlich wie von einer Mütze umschlossen. Dadurch soll der Helm möglichst gleichmäßig am Kopf anliegen.

Bei verschiedenen RADAR-Modellen wird Sphere Fit mit dem BOA Fit System kombiniert. Über einen Drehverschluss lässt sich die Passform fein einstellen.

Ein solches Verstellsystem ersetzt allerdings nicht die richtige Grundgröße. Der Helm muss bereits ohne starke Korrektur durch das Einstellsystem zur individuellen Kopfform passen.

Mehr dazu findest du in unserem Ratgeber „Wie muss ein Skihelm mit Visier sitzen?“

MIPS bei ausgewählten HEAD Visierhelmen

Einige HEAD-Modelle tragen den Zusatz MIPS.

MIPS ist ein zusätzliches System innerhalb des Helms, das bei bestimmten schrägen Aufprallsituationen eine begrenzte Relativbewegung zwischen Helm und Kopf ermöglichen soll.

Dadurch sollen Rotationsbewegungen reduziert werden, die bei einem schrägen Aufprall entstehen können.

MIPS kommt beispielsweise beim RADAR 5K PHOTO MIPS und beim RADAR 5K MIPS zum Einsatz.

Es handelt sich dabei um eine zusätzliche Schutztechnologie und nicht um ein eigenes Herstellungsverfahren.

In-Mold- und Hardshell-Konstruktionen

HEAD verwendet bei seinen Visierhelmen unterschiedliche Helmaufbauten.

Die RADAR-Modelle setzen überwiegend auf eine In-Mold-Konstruktion. Dabei werden eine dünne Polycarbonat-Außenschale und die energieabsorbierende EPS-Schicht bereits während der Herstellung miteinander verbunden.

Bei der CINEMA-Reihe verwendet HEAD dagegen eine Hardshell-Konstruktion mit robuster Außenschale.

Beide Bauweisen haben unterschiedliche Eigenschaften hinsichtlich Gewicht, Robustheit und Konstruktion.

Mehr über die Unterschiede findest du unter „Materialien und Herstellungsverfahren bei Skihelmen“.

Fidlock-Magnetverschluss

Mehrere höher ausgestattete HEAD-Visierhelme verfügen über einen Fidlock-Verschluss.

Dabei wird eine magnetische Führung mit einer mechanischen Verriegelung kombiniert. Der Verschluss lässt sich dadurch einfach mit einer Hand bedienen – auch mit Skihandschuhen.

Das System kommt beispielsweise bei verschiedenen RADAR-Modellen zum Einsatz.

Sind HEAD Visierhelme für Brillenträger geeignet?

Skihelme mit Visier sind grundsätzlich eine interessante Alternative für Brillenträger, weil unter dem Visier häufig mehr Platz für eine Korrektionsbrille vorhanden ist als unter einer klassischen Skibrille.

HEAD bezeichnet seine Visierhelme ebenfalls als geeignete Lösung für Skifahrer, die eine optische Brille tragen.

Trotzdem sollte ein Helm immer gemeinsam mit der eigenen Brille anprobiert werden. Besonders breite Fassungen oder stark nach außen verlaufende Bügel können je nach Modell an Helm oder Visier anliegen.

Entscheidend ist deshalb nicht nur die grundsätzliche Brillenträgertauglichkeit, sondern die Kombination aus Gesichtsform, Brillengestell und Helm.

Ersatzvisiere für HEAD Skihelme

HEAD bietet für seine Visierhelm-Familien eine vergleichsweise große Auswahl an Ersatz- und Wechselvisieren an.

Für RADAR und RACHEL stehen unter anderem verschiedene 5K-, photochromatische und polarisierende Scheiben zur Verfügung.

Da RADAR und RACHEL dasselbe Visierdesign verwenden, können entsprechende Visiere innerhalb derselben Größenklasse zwischen den Modellfamilien kompatibel sein.

Auch für die CINEMA-Reihe bietet HEAD separate Ersatzvisiere an, darunter klassische sowie photochromatische Varianten.

Beim Kauf sollte trotzdem immer auf die genaue Größen- und Modellkompatibilität geachtet werden.

HEAD Visierhelme für Kinder

Mit der YUKI VISOR-Serie bietet HEAD auch Skihelme mit integriertem Visier speziell für Kinder an.

Ein Visierhelm kann für Kinder praktisch sein, weil keine separate Skibrille eingestellt, transportiert oder unterwegs verloren werden kann.

Auch hier gilt jedoch, dass der Helm korrekt sitzen und das Visier zur Gesichtsform des Kindes passen muss.

Bei Kindern sollte die Helmgröße regelmäßig überprüft werden, da sich der Kopfumfang während des Wachstums verändert.

Sicherheit und Normen

Wie andere Skihelme für den europäischen Markt müssen auch HEAD-Modelle die jeweils relevanten Sicherheitsanforderungen erfüllen.

Für alpine Ski- und Snowboardhelme ist insbesondere die EN 1077 relevant. Bei Visierhelmen kommen zusätzlich Anforderungen an den Augen- und Gesichtsschutz hinzu.

Weitere Informationen dazu findest du in unserem Ratgeber „Sicherheitsnormen bei Skihelmen“.

Welcher HEAD Skihelm mit Visier passt zu mir?

Bei HEAD lässt sich die Auswahl zunächst anhand des gewünschten Visierkonzepts eingrenzen.

Wer eine vollständig integrierte Konstruktion bevorzugt, findet bei RADAR und RACHEL verschiedene Varianten mit klassischen, kontrastverstärkenden oder photochromatischen Scheiben.

Wer dagegen ein stärker freihängendes Visierkonzept bevorzugt, kann sich die CINEMA-Reihe ansehen.

Bei wechselnden Lichtverhältnissen können photochromatische Varianten interessant sein. Wer zusätzliche Schutztechnologien wie MIPS möchte, findet diese bei ausgewählten RADAR-Modellen.

Entscheidend bleibt jedoch die Passform. Der Helm sollte fest und gleichmäßig sitzen und weder am Kopf noch im Bereich des Visiers unangenehme Druckstellen verursachen.

Fazit

HEAD bietet eine breite Auswahl an Skihelmen mit integriertem Visier und verfolgt dabei mehrere unterschiedliche Konzepte.

Die RADAR- und RACHEL-Reihen setzen auf ein vollständig integriertes Visier und bieten eine große Auswahl an Wechselvisieren. Die CINEMA-Serie verwendet dagegen eine freihängende Visierkonstruktion mit einem besonders einfachen Wechselmechanismus.

Zu den charakteristischen HEAD-Technologien gehören insbesondere 5K, photochromatische Scheiben, Sphere Fit, BOA Fit und bei ausgewählten Modellen MIPS.

Welcher HEAD-Visierhelm am besten geeignet ist, hängt letztlich von gewünschter Scheibentechnik, Visierkonstruktion, Ausstattung und vor allem von der individuellen Passform ab.

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